Roaming Wild - Outdoorerlebnisse und Fotografie mit Hund
Wir, Sarah und Yvonne, gehen mit unseren Kund*innen wandern und halten ihre Erlebnisse in Bildern fest. Das gemeinsame 'Unterwegs-sein' ermöglicht uns, die Freundschaft von Mensch und Hund ganz nah und unverfälscht festzuhalten.
Dein Hund ist dein bester Freund? Bei unseren Fotoshootings ist nix mit Posen, Fassade oder Zwang. Ein achtsamer Umgang mit Hunden ist uns sehr wichtig und für uns als Fotografinnen in diesem Setting besonders gut machbar.
Du bekommst ehrliche Einblicke in unsere Arbeit, ungefilterte Erfahrungsberichte unserer Kund*innen und viele Ideen für deine Wanderungen und deine Hundefotos.
Roaming Wild - Outdoorerlebnisse und Fotografie mit Hund
#26 Wir packen aus: Verletzt, verlaufen, angegriffen - unsere ehrlichsten Wanderstories
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Vom Fußbruch bis zum Schneehuhnangriff:
Was passiert, wenn zwei Hundefotografinnen ganz privat aus dem Nähkästchen plaudern?
In dieser Folge wird’s persönlich, wild und manchmal auch ein bisschen schmerzhaft. Nach vielen spannenden Interviews mit unseren Gästen nehmen wir dich heute mit hinter die Kulissen unserer eigenen Wander- und Shooting-Erlebnisse – und die sind alles andere als perfekt.
Wir sprechen über:
- Yvonnes Fußbruch mitten im Dolomiten-Urlaub – und warum sie trotzdem weitergewandert ist
- tierische Begegnungen der besonderen Art: von Mutterkühen, Herdenschutzhunden, Schneehühnern und pfeifenden Steinböcken
- und warum sich auch erfahrene Wander-Fotografinnen regelmäßig im Unterholz verirren
Du erfährst, was wir aus diesen Momenten mitgenommen haben und bekommst den ein oder anderen praktischen Tipp und natürlich auch etwas zum Lachen :)
Diese Folge ist eine Einladung, nicht nur die perfekten Instagram-Momente zu feiern, sondern auch das echte Chaos dahinter – mit einem Augenzwinkern und ganz viel Hunde- und Wanderliebe.
Neugierig geworden?
Dann hör jetzt rein, lach (oder leide) mit uns mit – und erfahre, warum wir trotz allem kein anderes Leben wollen.
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Du findest Sarah unter:
Webseite: https://abenteuerhunde.ch
Instagram: @abenteuerhunde.fotografie.ch
Du findest Yvonne unter:
Webseite: https://fellnasen-im-fokus.de
Instagram: @fellnasen_im_fokus
Sarah Stangl (00:03.519)
Hi, ich bin Sarah von Abenteuerhundefotografie und mit der Yvonne von Fellnasen im Fokus spreche ich jetzt schon seit über 26 Folgen sprechen wir hier über unsere Leidenschaft und zwar die Kombi aus unseren Berufen als Hundefotografinnen und unsere absolute Begeisterung für all die coolen Dinge, die wir mit unseren Hunden draussen erleben können, sehr gerne in den Bergen, aber auch sonst in der Natur.
Wie gesagt sind wir jetzt schon bei Folge 26 und wir haben in letzter Zeit ganz ganz viele spannende Geschichten gehört von unseren Gästinnen, was die so mit ihren Hunden erleben, wo sie wandern waren und welche abenteuerlichen Reisen sie unternommen haben. Und deshalb haben wir uns für heute vorgenommen, wieder mal so ein bisschen von uns persönlich aus dem Nähkästchen zu plaudern, so dass du uns wieder mal so ein bisschen genauer kennenlernen kannst.
Vielleicht folgst du uns auf Instagram. Auf Instagram ist der Usus, dass immer alles topflop... top... topic... nicht flopp... top aussieht. Aber selbstverständlich sind auch wir Menschen, die Fehler machen, deren dumme Dinge passieren. Wir wollen euch heute hinter die Kulissen mitnehmen. Hinter unsere privaten Abenteuer, unsere Wanderung mit unseren Hunden.
oder auch zu unseren Shootings, was vielleicht nicht so cool gelaufen ist, aber im Nachhinein eine lustige Geschichte ergeben hat oder witzig in Erinnerung geblieben ist. Vielleicht können wir euch mit diesen Geschichten ein, zwei Impulse mitgeben, dass ihr nicht die gleichen Fehler machen müsst wie wir. Ja, liebe Yvonne.
Für alle, neu mit dabei sind oder uns noch nicht so gut kennen, kannst du noch mal kurz erzählen, wie dein Bezug ist zu Wandern mit Hund und der Hundefotografie.
Yvonne (02:14.062)
Ja, danke Sarah für das coole Intro vor allem. Wie ist mein Bezug zum Wandern? Also ich komme ja aus dem Allgäu gebürtig, das heißt meine Eltern sind natürlich früher immer wandern gegangen. Ich fand's immer blöd. So, ich glaube, das ist immer so der richtige Einstieg. Und dann bin ich aus dem Allgäu aus den Bergen weggezogen nach Hannover und da lebe ich jetzt auch schon seit, ich glaube, 13 Jahren mittlerweile.
Und da habe ich dann die Liebe zum Wandern entdeckt, was jetzt für viele, sich so bisschen geografisch in Deutschland auskönnen, totaler Quatsch ist. Im Allgäu ist es viel schöner, was die Berge angeht, man hat viel mehr Optionen als hier im Raum Hannover. Hier gibt es natürlich den Deister oder auch den Harz, das Mittelgebirge. Aber so sieht das dann da auch aus und dann halt viel flache Landschaften, auch Heidelandschaft oder so. Superschön. Kann man natürlich auch wandern, kann man Weitwanderungen und so was machen. Hat aber dann mit
Höhenmetern und irgendwie Weitblick haben und so nicht mehr viel zu tun. Ja, und auf jeden Fall habe ich das hier so für mich entdeckt. Das liegt natürlich an meinem eigenen Hund, an dem Coby. Der ist, der wird jetzt 13. Das heißt, jetzt geht nicht mehr so viel, aber gerade in den letzten Jahren haben wir einfach wirklich viele Ausflüge gemacht, egal ob an die See, in die Heide, wenn sie blüht oder eben in den Harz.
Und ja, und da drüber ist dann bei mir auch die Leidenschaft für die Fotografie gekommen, tatsächlich. ich glaube, bei ganz vielen Tierfotografen über den eigenen Hund. Man sieht das so auf Instagram, dann macht man Fotos vom eigenen Hund. Dann wird man angesprochen, wie toll die Fotos sind. Dann ergibt sich das im Freundes- und Bekanntenkreis. Und irgendwann, ja, irgendwann kommt man dazu zum zweiten Beruf, man gar nie so... Also, glaube, wenn mir das jemand mal gesagt hätte vor noch zehn Jahren oder vielleicht auch vor 15 Jahren, ich dachte, so was gibt's, das kann man machen.
Hunde fotografieren und vielleicht sogar noch Geld damit verdienen. Total absurd. Und noch krasser ja bei uns beiden, Sarah, dass wir eben nicht nur sagen, wir fotografieren Hunde, sondern wir ja auch sehr speziell sagen, wir gehen Wander an. Also wir machen wirklich Wanderschutings mit Hund. Noch mal eine Nische davon eigentlich. Oder Spaziergänge in meinem Fall manchmal auch. Genau. Ja, so kam das. Und deswegen seit fünf Jahren biete ich auch Fotospaziergänge, Fotowanderungen mit Hund an. Da ist dann natürlich mein eigener nicht dabei.
Yvonne (04:24.494)
Und das Ganze eben zum einen weiterhin natürlich im Raum Hannover, also Harz, mega schön, auch da gibt es wirklich tolle Flecken. Ich mag die Heidelandschaft auch sehr gern. Das ist ganz anderes natürlich, viel Sand, viel tolle Wälder, wo man wirklich schöne Fotos machen kann. Und ich bin mindestens drei, manchmal auch vier-, fünfmal im Jahr auch im Allgäu und kann dann da auch wirklich Bergshootings mit so richtig Alpenpanorama anbieten. Genau. Hab ich was vergessen zu mir?
Sarah Stangl (04:50.015)
Mmh.
Glaub ich nicht. Gehst du noch privat auch sehr viel wandern? Oder ist das jetzt bisschen schwieriger mit Coby, weil der ja schon älter ist?
Yvonne (04:54.158)
Hm.
Yvonne (05:04.334)
Es hat nachgelassen. Ich hatte hier echt so eine Phase bis zu vor zwei Jahren, würde ich sagen. Da war ich eigentlich jedes Wochenende irgendwo unterwegs. Zwar auch kleine Wanderungen. Ich hab Freunde, die machen jedes Wochenende 20, 30 Kilometer Weitwanderungen, würde ich es schon nennen. Das hab ich noch nie gemacht. Mir geht's dann auch darum, gucken, wo es ist landschaftlich schön. Wo lohnt es auch mal für Fotos hinzufahren. Und dann ist es mit An- Abfahrt schon so, dass ich das an einem Tag gerne schaffen möchte.
Die letzten zwei Jahre merkt man deutlich, dass Coby abbaut und dass eben nicht mehr so viel geht. Also jetzt sind wir vielleicht noch so bei sechs Kilometern. Da kann man schon nicht mehr so viel machen, wenn man dann noch gucken muss, wo man parken kann und wo man überhaupt hinläuft, damit es schön wird. Das heißt, es ist deutlich weniger geworden, leider. Aber zumindest für mich jetzt die letzten Jahre mit ihm auch als Hundesenior. Ich will ihn schon gern dabei haben. Also ich möchte jetzt meine
Sarah Stangl (05:44.766)
Hm.
Yvonne (05:56.984)
Ich will jetzt nicht irgendwie den ganzen Tag weg sein und ihn woanders hingeben oder alleine lassen und deswegen ist das momentan so, dass es eben ein bisschen weniger ist für mich privat und es wird ja auch wieder Zeiten geben, es dann wieder mehr wird. Aber jetzt gerade genieße ich das, dann machen wir kleine, gemütliche Spaziergänge, machen mehr Pausen irgendwo. Das kann man sich ja auch schön machen, ohne irgendwie ewig kilometerlang zu wandern. Genau.
Sarah Stangl (06:18.431)
Ja, auf jeden Fall, sehr, verständlich. Das können bestimmt alle unsere Hörerinnen nachvollziehen, die auch einen Hund haben. Der gehört einfach mit dazu und wenn weniger geht, dann geht halt weniger. Dann macht man sich das auch einfach schön. Und du bist bestimmt jetzt dann auch die absolute Spezialistin in deiner Gegend, was so Wanderungen, Spaziergänge angeht, wo man eben nicht so weit gehen muss. Und du hast bestimmt all die schönen Ecken jetzt schon so entdeckt.
Yvonne (06:42.872)
Ein bisschen ist das so, ja. Also eigentlich perfekt bei mir, wenn man irgendwie einen Welpen hat oder ein Hundesenior oder einfach sagt, ich hab keinen Bock, irgendwie zehn Kilometer erst wandern zu müssen, dann irgendwo an einen schönen Aussichtspunkt zu kommen. Weil es gibt wirklich auch schöne Ecken hier in der Region Hannover, Niedersachsen. Man muss halt nur wissen, wo, wo man parken kann. Und manchmal sind die auch wirklich so, dass man es nicht von vornherein gedacht hätte. Und dann ist es aber trotzdem total schön landschaftlich.
Und auch im Allgäu gibt es das, muss man schon sagen. Allgäu und Angrenzen, rüber, Tannheimertal, Österreich. Auch da gibt es wirklich tolle Spazierwege, wo man Alpenpanorama hat, ohne dass man irgendwie 1000 Höhenmeter zurücklegen muss und 10 Kilometer oder so. Gewusst wie, genau.
Sarah Stangl (07:25.001)
Es geht ja eigentlich nie so sportliche Höchstleistung, sondern es geht immer ein schönes Erlebnis, unterwegs zu sein, du und dein Hund.
Yvonne (07:35.662)
Hm, das ist so. Jetzt haben wir so bisschen gehabt von den Einschränkungen beim alten Hund. Wir hatten ja neulich eine Folge mit Vapen, wo du erzählt hast. Andersrum geht's auch, wenn man einen Vapen kriegt, du den Bjarne. Dann muss man sich auch bisschen einschränken oder zumindest umorganisieren. Deswegen erzählt auch gerne mal für unsere ZuhörerInnen, Sarah, was zu dir, wer du bist, was du für Hunde hast. Einen hab ich gespoilert und was du in deiner Freizeit machst.
Sarah Stangl (07:46.271)
Hm.
Sarah Stangl (07:58.367)
Haha.
Ich bin Schweizerin, man hört es wahrscheinlich am Dialekt. Ich bin hier in den Bergen aufgewachsen mit einer sehr wanderverrückten Familie. Mein Vater passionierte Bergsteiger und bei uns war halt klar, wenn die Sonne scheint, ist man am Berg. Ob Wandern, Klettern, auch Hochtouren. Mit zwölf stand ich auf meinen ersten Viertausenden.
Ja, so bisschen das Klischee vom Schweizer vielleicht. Auch nicht alle Schweizer wandern gerne, aber bei uns war das so. Ich mochte es als Kind tatsächlich auch nicht, wenn jetzt meine Mutter zuhört. Ich will da nichts verfälschen. Ich war eine Pain in the Ass, würde man so sagen, als Kind. Kein Bock zu wandern, aber es wurde dann rausgerissen mit Klettern und so. Das war viel cooler und spannender. Und das blieb so bei und wurde ganz, ganz ...
viel intensiver mit meinen eigenen Hunden. Lana und Bjarn, zwei Australian Shepherds. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich habe nur geguckt, welcher Hund zu mir passt, bezüglich Sport. Natürlich hat mir der Aussie einfach farblich gefallen. So im ersten Schritt, ist mein allererster Hund, die Lana. Aber das Kriterium war schon auch, die kommen mit mir überall hin, die klettern mit mir auf jeden Berg.
und die haben Bock darauf. Und seither gehe ich auch nicht mehr klettern oder auf Hochtouren, sondern meine Wanderungen müssen mit meinen Hunden machbar sein, sonst macht das für mich gar keinen Sinn mehr. mit denen.
Yvonne (09:38.254)
Ich glaube, das können die meisten Hundebesitzer auch verstehen. Die Hobbys ändern sich so bisschen. Wenn man einen Hund hat und man hat den gerne, dann will man ihn auch dabei haben und dann lässt man halt manche Sachen. Das ist dann so. Ich bin früher Motorrad gefahren zum Beispiel, wäre für mich völlig unvorstellbar. Weil was soll ich da machen? Gut, man könnte so einen Beiwagen noch da hinpacken und so eine schöne Brille und so eine Cappy. Aber nein, ist nichts für Coby und deswegen ist das nicht.
Sarah Stangl (09:43.359)
Mhm.
Sarah Stangl (09:50.911)
Okay!
Sarah Stangl (09:56.255)
Hahaha!
Sarah Stangl (10:02.751)
Ja, genau, also ich vermisse auch absolut nichts. dass die Hochtouren und das Klettern erledigt waren in meinen jungen Jahren. Ich mache jetzt hier so Gänsefüschen, weil so alt bin ich noch nicht. Ich bin jetzt 33. Ja, und jetzt durfte ich wie Yvonne auch dieses wunderschöne Hobby kombinieren, mit meinem Beruf. Schon seit sieben Jahren jetzt bin ich hauptberuflich und selbstständig Fotografin und seit ...
der Corona-Pandemie nur noch und ausschliesslich mit Menschen und ihren Hunden unterwegs in den Bergen, weil damals sind mir alle anderen Aufträge weggebrochen zu Hochzeiten und so, was man als Fotograf noch so machen könnte. Ja, und seither lebe ich hier so den Traum. Ich mache immer gerne mit meinen Kunden, ich sage es denen bestimmt einmal, mache ich so den Witz.
Yvonne (10:51.15)
Das ist so.
Sarah Stangl (10:56.255)
Ich bin am Arbeiten, mega anstrengend mit euch, weil ich es so geniesse. Es ist anstrengend, diese Wanderung zu leiten, führen und gleichzeitig zu fotografieren. Aber andersherum ist es auch ein absoluter Traumjob, mit Menschen und Hunden in den Bergen zu sein. Und das ist dann die Arbeit. Das siehst du bestimmt auch so.
Yvonne (11:17.486)
Mh.
Yvonne (11:21.166)
Ja, das ist so. Ich finde, dass man merkt, dass es auch anstrengend ist. Also es macht unglaublich viel Spaß. Aber wenn man mehr hintereinander hat, also wenn ich eine Woche in den Dolomiten fotografiere, zweimal täglich morgens, vormittags, eine Wanderung, abends eine Wanderung, dann merke ich recht schnell, dass es eben doch auch für den Kopf, aber auch körperlich im Zweifel anstrengend ist. Also dass man irgendwie so nach zwei, drei Tagen, das wirst du von deinen Workshops wahrscheinlich auch kennen, oder? Dass man dann sagt, boah, jetzt brauche ich eigentlich mal eine Pause. So mal einen Tag oder zwei nichts machen.
Sarah Stangl (11:50.041)
Auf jeden Fall. Mental sehr herausfordernd, weil man für alles verantwortlich ist. Das ist vielleicht bisschen Hintergrund zu mir, aber ich glaube, Yvonne, da kommen wir doch jetzt gleich auch schon zu diesen lustigen Geschichten, die wir erzählen wollen, Wir spannen die nicht länger auf die Folter. Und zwar...
Yvonne (12:07.502)
...
bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Ja, können wir gerne machen.
Sarah Stangl (12:14.375)
Ich habe da so eine Liste und ich picke jetzt einfach was raus, was du dir notiert hast und du erzählst dazu. Ich weiss nicht, wie lustig jetzt das wird, weil du hast hier geschrieben, du hast dir den Fuss gebrochen in den Tal am Mittelpunkt. Okay, erzähl mal.
Ja, das ist natürlich per se erstmal nicht so lustig. Ist auch nicht bei, Gott sei Dank bei Shootings passiert. Also ich bin ja einmal im Jahr für eine knappe Woche auch für Shootings in den Dolomiten. Die Tage sind richtig durchgetaktet und das wäre der Super-GAU gewesen. Aber es ist im Urlaub passiert. Ich war, was sind das jetzt her, letztes Jahr, vorletztes Jahr, vorletztes Jahr mit einer Freundin im Urlaub und war zwei Wochen in Dolomiten. Und in der zweiten Woche mittig
irgendwann sind wir zu Sonnenaufgang, hoch zu den Dreizehnten. Und jetzt muss ich dazusagen, man macht ja alle möglichen dummen Sachen, so als Privatmensch, aber vielleicht manchmal auch als Fotograf. Also ich hab auch schon wirklich auf irgendwelchen... Was ist denn der Proler von Grad? Gräten? Grad-Graten? Also irgendwo am...
Yvonne (13:16.686)
Grund oben, wo irgendwie nur noch so drei, vier Steine liegen, habe ich schon fotografiert und nochmal in die Hocke und nochmal ein Fuß so eine Stufe tiefer, wo dann irgendwie Freunde oder Kunden, denen ich unterwegs war, schon gesagt haben, Yvonne, fall da nicht runter. Also oder auf irgendwelche Felsen geklettert. Auch als wir beide Fotos für den Podcast dieses Foto, wo wir auf diesen Felsen stehen, da habe ich damals auch für eine Sekunde gedacht, jetzt hier abrutschen wäre aber blöd.
Man muss ja nicht tief fallen, das reicht ja schon irgendwie so ein Meter, zwei von so einem Felsen runter oder so eine Felsspalte runter und dann ist der Fuß irgendwie ab. ja nicht gleich lebensgefährlich sein. Naja, auf jeden Fall mache ich öfter solche Sachen. Also wo man so hinten raus denken könnte, naja das war...
hätte man jetzt vielleicht auch nicht machen müssen oder hätte auch ein bisschen sicherer gehen können oder man hätte auch noch mal einen halben Meter mehr vom Abgrund weg sein können. Und das sind auch immer die Momente, wo ich dann noch mal denke, na hoffentlich musst du jetzt aber ganz konzentriert, du musst aufpassen, was du machst, damit dir nichts passiert. Das ist auch noch nie was passiert. Ich bin jetzt nicht mega leichtsinnig. Ich bin dann schon sehr konzentriert und gucke, was ich da tue. Aber natürlich immer mit einem gewissen Risiko, das so ist, gerade in den Bergen.
In den Dolomiten im Urlaub sind wir dann da hoch zu Sonnenaufgang, zu den drei Zinnen. Sarah wird das vor Augen haben vom Parkplatz weg. Das ist so ein Schotter-Kiesweg, alles andere als gefährlich. Wirklich sehr breit planiert auch, weil da eben viele Touristen sind. Und sind dann ... haben dann da oben Fotos gemacht und haben dann noch mal uns auf so einer Wiese aufgehalten und uns da den Sonnenaufgang angeguckt. Und sind dann ... wir waren eigentlich schon fertig, war auch alles gut, Wetter war schön.
und wollten dann über diese Wiese, also wirklich eine Wiese, zurück zu diesem Weg laufen, Shooting schon fertig. Und ich bin auf der Wiese auf so einem kleinen, da liegt ja Figuröl in den Dolomiten rum, aber jetzt also auch nicht irgendwie dramatisch. Auf jeden Fall bin ich da irgendwie auf einen Stein getreten und blöd von diesem Stein runter gerutscht. Also so ziemlich die ungefährlichste Situation, die ich mir vorstellen könnte. Und dabei habe ich mir einen Knöchel gebrochen, tatsächlich.
Sarah Stangl (15:22.591)
Hm.
Yvonne (15:23.95)
Dann hab ich gemerkt, dass da irgendwas nicht passt und es wehtut. Hab aber zu dem Zeitpunkt gedacht, ich hab mir einfach getreten. Ich hatte auch knöchelhohe Wanderschuhe an. Und hab dann noch irgendwie diese 800 Meter oder was zum Auto zurückgeschafft. Und dann im Hotel erst mal gekühlt, hochgelegt, Ibuprofen genommen, was man so macht. Und wollte aber natürlich nicht meinen Urlaub abbrechen. Wenn man schon in den Dolomiten ist. Dann hab ich zwei Tage oder so geschont.
Und wir haben danach nochmal, also es wurde dick, es wurde blau, aber gut, kann ja auch alles vom Vertreten her sein. Dann habe ich mir so einen prophylaktischen Verband angezogen und diese dicken hohen Wanderstiefel wieder drüber und war noch zweimal wandern tatsächlich da mit. Also jetzt nicht so mega krasse Geschichten, weil da sind wir wieder bei unserem Seniorhunden, also auch von der Freundin, der ist auch ein bisschen älter und ein bisschen ruhiger, aber schon so, dass man nochmal so ein Kilometer irgendwo hingelaufen ist, war jetzt nicht so geil.
Sarah Stangl (15:56.447)
Ja.
Sarah Stangl (16:05.727)
Oui.
Yvonne (16:19.806)
konnte man aber mit Ibuprofen ganz gut aushalten. Und dass das Band ab ist und ein Stück vom Knöchel abgebrochen ist, kam dann erst in Hannover raus, weil sie nämlich nach drei Wochen in Hannover immer noch Schmerzen hatte und dachte, das wird überhaupt nicht besser. Ich hab's dann schon geschont, ich hab schon versucht, weniger zu machen. Und dann bin ich irgendwann zum Orthopäden, ich dachte, das gibt's nicht, das wird nicht besser, irgendwas stimmt da nicht. Und dann kam eben raus, das wird auch so nicht. Gut, und dann halt ...
Schiene dann wirklich gar nichts mehr machen, hochlegen, kühlen. Das war eine richtig ässende Zeit, weil so zwei Wochen ging dann wirklich gar nichts, dann ist das quasi wieder angewachsen.
Sarah Stangl (16:55.379)
So bisschen hardcore hier. Tut ein bisschen weh, ja, geht's trotzdem noch mal wandern. Wird schon nicht sein, passt schon zum Arzt. Nee, was? So klingt das. So ein bisschen uneinsichtig hier.
Yvonne (17:02.798)
Ja.
Ja gut, war er jetzt nicht? Wo war es jetzt nicht? Also mein Fußgelenk war kein Fußball. Ja, also das hätte ich ja gar nicht mehr in den Wanderschuh gepasst. Das muss ich dazu sagen. Das hätte ich mir schlimmer vorgestellt bei so einer Verletzung, wie das aussieht. Und es war ja auch nicht irgendwie der Knöchel quer durch, dann hätte ich nicht mehr gehen können, sondern es ist an der Seite da, wo quasi auch die Bänder aufgehängt sind. Da ist ein Stück abgesplittert. Ich glaube, wenn der Bruch anders irgendwie verlaufen wäre, dann wäre auch das Ergebnis anders gewesen. Aber.
muss ich dazu sagen, die Orthopädin, ich hab eine weibliche Orthopädin und die meinte nämlich, nee, sie will das jetzt röntgen, weil, ist sie wohl häufiger, dass Frauen irgendwie mehr so sind, ahja, tut ein bisschen weh, aber was soll's und dann ist nämlich irgendwas wirklich kaputt. Und so war's tatsächlich auch.
Sarah Stangl (17:48.211)
kenne ich von mir auch. Also Arzt nur im äussersten Notfall und nur wenn gar nichts mehr geht. Ich höre auch noch zwei Learnings heraus, was wir jetzt gleich hier mitgeben können. Erstens mal, wenn man sich diese Unfallstatistiken anguckt in den Bergen, tatsächlich das gefährlichste Terrain nasses Gras. Also diese Grashalben...
die abschüssig sind, wenn das nass ist, feucht, es muss nicht regnen, muss nur feucht sein. Zum Beispiel vom Morgentau, da rutschen ganz viele Menschen ab. Das ist viel gefährlicher als Hochgebirge oder Klettern, wo man sich ganz bewusst ist, dass das eine gefährliche Situation ist und sich deshalb auch mehr konzentriert. Also, ich gehe jetzt mal die Wiese lang, da wird schon nichts passieren. Das ist einige.
Yvonne (18:16.302)
Mmh.
Yvonne (18:39.029)
Ja, das glaube ich sofort.
Sarah Stangl (18:41.051)
Diese Grashalben sind nicht zu unterschätzen als Gefahrenquelle. Und das zweite ist, du hast gesagt, es war auf dem Rückweg, ist tatsächlich auch so, dass mehr Unfälle passieren auf dem Rückweg, weil man da schon ein bisschen müde ist, nicht mehr so konzentriert. Dasselbe, oder auch da passieren halt mehr Unfälle. Ja.
Yvonne (18:58.862)
Ja, wir sind da 4 Uhr aufgestanden morgens. Da reden wir schon von Juni, Sonnenaufgang irgendwann 4 oder so. Also klar, ich war da müde. Ich hätte noch einen Tipp, tatsächlich, das ein Learning für mich. Zumindest mache ich das immer so, wenn ich wirklich weiter wegfahre. Dolomiten ist ein Beispiel und auch für Fotoshootings, wo es in Zweifel gehen muss. Es hätte sein können, ich habe mir den Fuß nur vertreten. Dann würde ich, wenn es geht, kein Shooting dafür absagen wollen in den Dolomiten.
Sarah Stangl (19:02.303)
Ja.
Sarah Stangl (19:07.999)
Mmh.
Yvonne (19:25.454)
Die kann man sich ja selber kaufen. Ich habe durch diesen Unfall auch eine Schiene. Ich habe aber auch Bandagen. Ich habe auch immer einen Zink-Leinverband. Kann man in der Apotheke kaufen, den man sich kühlt, der die Entzündung rauszieht und der, wenn der hart wird, auch stützt. Ich habe in der Notfallapotheke für Wandern immer eine Sache dabei, die im Zweifel für Knöchel, wenn man sich vertritt, zumindest kurzfristig einen Erste-Hilfe-Effekt hat.
Yvonne (19:54.318)
Nein.
Sarah Stangl (19:57.466)
Sorry.
Yvonne (19:57.758)
Ja, ach, alles gut. Ja, also das ist, ich, auch, ich hab vorhin noch mal überlegt, mit eines der dramatischsten Geschichten, also im Sinne von, wo körperlich irgendwas passiert ist. Wie ist es bei dir, Sarah? Hast du mal irgendwas Gefährliches erlebt? Ich guck's spicke hier mal so auf deine Liste, und da stehen ja gleich zwei Sachen drauf.
Sarah Stangl (20:17.279)
Ich werde immer von diversen Tieren angegriffen. Ich habe hier noch eines mehr, das steht nicht auf unserer Liste. Das ist auch besonders lustig. Ich wurde mal vom Schneehuhn angegriffen. Vielleicht nicht besonders bedrohlich, aber es tut mir im Nachhinein leid. Kurz die Aufzählung für die Zuhörerinnen. Von Kühen wurden wir schon attackiert. Eine Mutterkuhherde von einem grossen Schweizer Sennenhund.
Eskortiert weg von seinem Grundstück, was ich nicht identifizieren konnte, was jetzt wirklich dazu gehört in seinen Augen. Dann wurden Steinböcken verwarnt und von diesem Schneehuhn angegriffen. Also mehrere Schneehühner. Von Schneehühnern wurde ich schon öfters angegriffen.
Yvonne (21:04.295)
Dann fangen wir doch damit an, weil da fehlt mir jetzt ein bisschen die Vorstellungskraft. Wie sieht es denn aus, wenn man von einem Schneehuhn angegriffen wird?
Sarah Stangl (21:13.043)
tut mir voll leid, die sind sehr gut getarnt. Im Sommer sind die braun und im Winter werden die weiß. Da bin ich dann unwissentlich, das war immer im Sommer, zu nahe herangekommen an deren Nest oder an die kleinen Küken. Die konnten da schon rumlaufen oder so, ich war nicht am Nest. Zu nahe dran und dann kommt natürlich die Mutter.
Dann wird man von diesem Vogel kommt sie mit den Krallen auf dich zu. Es flattert und du denkst, was soll ich jetzt tun? Es wird ja wohl nichts passieren, aber man erschreckt sich einfach. Einmal war ich einer Felswand, wo ich nicht viel Spiel hatte, auszuweichen. Und einmal auf dem Pfad mit den Hunden. Da muss man gucken, dass die Hunde nicht auf dumme Gedanken kommen.
Es waren blöde Zufälle. Es tut mir auch voll leid, dass ich die da jetzt so gestresst habe. Aber ich bin einfach auf dem Wanderweg gegangen und die waren halt auch da. Es ist irgendwie süss und witzig, das zu erzählen. Sorry, liebe Schneehühner, Mamas, wenn das passiert, das tut mir leid.
Yvonne (22:12.622)
Okay.
Yvonne (22:24.622)
Gut, also Gefährdungspotenzial maximal irgendwie, wenn man also abstürzen könnte, wenn man sich irgendwie erschickt oder so, wenn du eine ungünstige Stelle hast. Jetzt hast du aber auch Mutterkuhherde gesagt, das ist ja ein ganz anderes Level, also da gibt's ja durchaus auch wirklich lebensgefährliche Situationen. Was ist da passiert?
Sarah Stangl (22:31.055)
Wärme sich erschreckt.
Sarah Stangl (22:41.951)
Ich wurde schon mehrmals in gefährlichen Situationen mit Mutterguh-Herden. In der Schweiz hat das eine grosse Zunahme. glaube auch sonst im Alpenraum. Ich finde diese Haltungsform auch wunderschön. Ich will das jetzt gar nicht schlechtreden. Ich finde das absolut klasse und spitze, wenn die Kälber bei ihren Müttern sein dürfen.
Wir haben hier sehr viel offenes Weidegebiet, was riesig ist, sehr weitläufig. Auch wenn ein Schild irgendwo dass es in dem Gebiet Muttekuhherden gibt, dann können die irgendwo sein. Die wechseln auch die Höhe dieser Alpen, diese Stufen, wo die sich im Verlauf des Sommers je nach Futterangebot. So ist es manchmal, dass du loswanderst.
Und plötzlich stehst du vor der Herde, kommst eine Ecke und da ist sie. Du hast sie nicht gesehen, nicht gehört, weil der Wind kommt aus der falschen Richtung und trägt die Geräusche nicht mit. Und selbstverständlich mit Hund sowieso, aber auch als Mensch ohne Hund möglichst weitläufig umgehen. Aber eben, jetzt möchte ich von einem sehr konkreten Erlebnis erzählen. Das ist bei uns in der Schweiz
ist diese Stelle die Ban Alp, also die wurde später bekannt, weil da tatsächlich auch schon Hunde zu Schaden gekommen sind. haben die Alp dann auch für ein, zwei Jahre komplett gesperrt für Hunde, wegen diesen Vorfällen. Und das war im Frühjahr, es war eine private Wanderung. Mein Mann und ich und unsere zwei Hunde sind hochgewandert im Frühjahr, da lag noch Schnee. Wir waren eigentlich ganz sicher, das kann nicht sein, dass da die Kühe schon da sind.
Sie kamen oben an, war ein schönes See, sie kamen die Ecke, da ist eine Bauernfamilie am Zäunen, die die Pfosten in die Erde und die Zäune für die Kühe wenn sie dann kommen. Wir gingen vorbei, grüßen ganz normal, und die gucken uns einfach so an. Ein bisschen genervt, irritiert hatte ich jetzt das Gefühl. Aber wir weiter nichts gesagt, wir gehen weiter. Ich weiss nicht.
Sarah Stangl (24:59.215)
zwei Minuten später, 100 Meter weiter, kommen wir die Ecke und stehen vor so einer Mutterkuhherde. Und ich dachte mir schon, Mensch, war das jetzt so schwierig, mich einfach zu warnen? Also die haben mich da absichtlich reinlaufen lassen. Ich weiss, dass die Menschen da genervt sind, irgendwie wegen diesen Konflikten. Aber ja, das war ja einfach keine Ahnung, was das sollte. Und das war wirklich sehr, sehr gefährlich, weil...
Yvonne (25:12.373)
Hm.
Sarah Stangl (25:28.703)
Wir haben versucht, richtig toll aussen herumzugehen, aber sie hatten schon Zäune gespannt. Wir mussten sie überqueren, auf dem Wanderweg zu bleiben. Die haben auch nicht das abgezäunt Wanderweg von Herde, aber es ist auch okay. Dann plötzlich von ganz weit eine angerannt. Und wir im letzten Moment nach unterm Zaun durch.
Yvonne (25:56.206)
Mmh.
Sarah Stangl (25:56.681)
Ich wirklich die Angst und die Panik, dass die diesen Zaun nicht sieht und nicht respektiert. Weil die so angerannt kam. Mein Puls war auf 180. Das war einmal. Es ist mir mehrmals passiert, dass ich so weit aussen rum musste und absteigen dass ich in schwierigen Gelände gefangen war, wo es einfach schwierig war, mich sicher zu gehen.
Yvonne (26:10.062)
Lobisch.
Sarah Stangl (26:24.475)
Das ist für mich immer ein aufregender Thema. Auch wenn ich es prinzipiell eine schöne Sache finde, die Konflikte immer mehr, weil der Platz so beschränkt ist und die Berge von ganz unterschiedlichen Interessengruppen genutzt werden. Von den Bergbauern, von uns Freizeitsportlern, verschiedenster Art und so weiter, von den Touristen.
Yvonne (26:28.014)
Mmh.
Yvonne (26:51.918)
Hm, hast du denn die Hunde dabei bei diesem Erlebnis?
Sarah Stangl (26:56.141)
Immer, ja. Ich habe sie ja immer mit.
Yvonne (26:57.867)
Wie redet die, wenn so eine Kuh an der Hand kommt?
Sarah Stangl (27:01.623)
Meine Hunde fürchten sich beide vor Kühen, weil wir schon ein paar Erlebnisse hatten, wo sie auch deutlich gemerkt haben, dass ich extrem Stress habe. Und die gehen leider aggressiv nach vorne, beide. Und so ist es meine einzige Chance, dass niemand verletzt wird, ist, schnell die mitzuschleifen und abzuhauen. Das ist meine Strategie zurzeit. Ich kann es dann in dem Moment nicht anders lösen als einfach pack den Hund und rennen. Weil die Kuh hält dich auch nicht an.
Yvonne (27:20.174)
Hm.
Yvonne (27:25.838)
Hm.
Mmh.
Sarah Stangl (27:31.333)
Das ist nicht wie so Bär. Bei den Bären sagt man, weisst du, stehen bleiben, aber nicht bei Kühen, nicht beim Bison. Die überrennen dich.
Yvonne (27:35.307)
stehenbleiben hilft.
Yvonne (27:40.782)
Ja, und vielleicht mal für alle, die jetzt eben nicht so aus den Bergbereichen kommen oder auch denken, na ja, ist ein Kuh, ne, ist ein Pflanzenfresser oder so, ist ja kein Löwe, das wissen wir. Aber es gibt ja auch wirklich tödliche Unfälle und das ist nicht ohne, meint, jetzt weiß ich nicht, was so eine Kuh wiegt, aber die können einen ja auch zu Tode trampeln und gerade Mutterkühe meinen es auch ernst, insbesondere wenn noch ein Hund dabei ist, ne. Also das ist, das darf man wirklich nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Sarah Stangl (28:02.334)
Hm.
Sarah Stangl (28:05.759)
Ist auch egal, wie gross der Hund ist. Auch ein Chihuahua sehen die als bedrohend. Das sind jetzt nicht wirklich lustige Geschichten mit diesen Mutterkühen. Das ist sehr ... Das passiert manchmal. Man kann es nicht 100 % vermeiden. Man kann nur sein Bestes geben.
Yvonne (28:24.782)
Hmm.
Ich glaube, was man da aus der Geschichte jetzt... Also, ah nee, wir haben ja noch einen Hund, wir haben ja noch eine Hunde-Angriffsgeschichte, die erzählst du mal noch zuerst. Und Steinböcke. Also, Tierarten, viele Tierarten, ja, berichte nochmal.
Sarah Stangl (28:33.265)
und Steinböcke.
Sarah Stangl (28:39.583)
Wenn wir jetzt was Heiteres einstreuen möchten, dann möchte ich kurz von den Steinböcken berichten, weil das ist wirklich eine lustige Geschichte. Ich wusste ja gar nicht, was die für Geräusche machen können. Auch beim Wandern privat mit einer Freundin, mit unseren Hunden, sind wir ganz, ganz steilen Grad nach oben gegangen. Du hast kein Spiel als Mensch, kannst du nicht links und rechts gehen. Das ist für uns nicht möglich.
Erschien oberhalb von uns eine Gruppe Steinböcke, und zwar eine Gruppe Müttern mit Jungtieren. Also, selbe Situation wie mit der Mutter Kühe, jetzt einfach mit Steinbock. Und dann haben die... Ich habe die nicht gesehen, ich habe nur ein Pfeifen gehört. Ich kann das bestimmt nicht gut nachmachen, so ein... So ein eintoniges Pfeifen. dachte zuerst, was ist denn das für ein Vogel?
Ich sah diese Steinböcke, die waren fünf Meter oben an uns, nicht weit. Wir waren wirklich nah dran an ihnen. Sie haben uns angepfiffen. Ich war überzeugt, dass das ein drohiges Gebärde sein weil wir zu nahe waren. Aber es klang einfach zu süss, uns einzuschüchtern. Wenn jemand hört, sagt er totaler
Yvonne (29:36.046)
Mhm.
Yvonne (29:55.214)
Mmh.
Sarah Stangl (30:04.504)
Quatsch, dass ich die Pfeife nicht Dann schreibe mir. Aber bin ganz sicher, dass sie mich angepfiffen haben.
Yvonne (30:09.998)
...
Sarah Stangl (30:13.023)
Wir sind dann weitergegangen auf dem Pfad, weil wir nicht anders. Wir hatten einfach Daumen gedrückt für uns selbst. Dass die weggehen, weil wir konnten nicht. Das Gelände war zu schwierig. Es ging glimpflich aus. Die haben uns dann unbehelligt belassen. Aber auch so Steinböcke möchte ich lieber nicht erleben, weil angegriffen werden mit diesen grossen Hörnern und so.
Yvonne (30:28.142)
Mmh.
Yvonne (30:38.606)
Mmh.
Yvonne (30:42.08)
Wenn die mit Anlaufwind ich reinrennen, also ich glaube das ist nicht lustig. Da ziehen wir immer den Kürzeren.
Sarah Stangl (30:44.487)
Und in der Regel sind die auch überhaupt nicht angriffslustig. Die machen einfach ihren Abstand, die wissen irgendwie ganz genau, dass wir Menschen so gar keinen Stich haben gegen die in dem Gelände. Die sehen uns nicht als Bedrohung. Das war wohl wirklich so eine Überraschungssituation auch für die, dass die uns nicht kommen gehört haben oder so was. Und die waren dann überrascht.
Yvonne (30:59.406)
Mmh.
Sarah Stangl (31:09.715)
Das habe ich auch nie wieder so erlebt, seither mit Steinböcken. Auch sonst mit Hunden haben die kein Problem.
Yvonne (31:09.902)
Mmh.
Yvonne (31:15.576)
Also ich hab auch schon ein paar mal welche gesehen, aber nicht so nah. Damit fängt's schon an. Man sieht sie, dann sind sie oft schon bisschen weiter und entfernen sich dann auch. Das wär jetzt eher so mein Erfahrungsthing. Ich hab die noch nie pfeifen gehört, aber vielleicht lag's an diesem Überraschungsmoment und an Nähe. Fünf Meter bin ich noch an keinen rangekommen. So zehn oder 20 ist uns mal einer über den Weg gehüpft. Da ist aber auch sofort weiter Abhang runter, dann war der weg.
Sarah Stangl (31:30.751)
Ja.
Sarah Stangl (31:35.055)
Genau, also meine Liste von Angriffen durch Tiere kann ich jetzt noch ergänzen durch diesen Sennenhund. Das ist halt, den Bergen gibt es das immer noch, dass Höfe bewacht werden von Sennenhunden, die ihren Job ernst nehmen. Und das Dumme war da halt, das war auch im Frühjahr, da war noch nichts, da waren keine Tiere.
Aber der Bauer hat den mitgenommen und was gewerkelt an seiner Alphütte. Er hat trotzdem sein Grundstück verteidigt. So grosser Schweizer Sennhund, ein massiges Tier, kam mit ganz klarer Absicht für mich, uns da wegzubegleiten. Nicht beschädigend, aber so, wenn du jetzt nicht weggehst, wenn du mir nicht folgst und da weggehst, dann reagiere ich anders. Also so diese sehr gespanntes
Yvonne (32:32.974)
Mmh.
Sarah Stangl (32:33.103)
Körperhaltung steife, fixierend. In der Luft hat es richtig geknistert, diese Bedrohung. Das konnte man so fast anfassen. Das Blöde war auch, dass ich mit einer Kollegin Sie hatte ein bisschen Angst ihren kleinen Hund und hat dann bisschen gequitscht. Dann ist er noch bisschen angespannter geworden. Ich wollte einfach nur mich wegschleichen.
Yvonne (32:42.126)
Mhm.
Sarah Stangl (33:03.117)
Auch wir haben es überlebt, aber es war unangenehm.
Yvonne (33:05.838)
Ja, also sag...
Sarah Stangl (33:08.121)
So, jetzt habe ich alle Tiere, die mich so angreifen wollten, vielleicht.
Yvonne (33:13.518)
Genau, und mein Learning, also ich glaube, Tipps kann man natürlich nur bedingt geben, Sinne von natürlich sich vorher informieren. Manchmal sind Mutterkuhherden auch ausgeschildert, also wenn Schilder da sind, die vielleicht auch beachten, wenn es eben möglich ist. Aber mein Learning aus deinen Geschichten, weil ich meine auch das mit den Schneehühnern, ist halt, eigentlich muss man immer und zu jeder Zeit damit rechnen, wenn man in der Natur unterwegs ist, dass man da auf Wildtiere oder auch Hofhunde trifft.
Und dass es da eben auch im Zweifel zu Konflikten kommen kann, egal in welcher Form. Und das muss man so bisschen berücksichtigen und natürlich im Umkehrschluss versuchen, so umsichtig wie möglich unterwegs zu sein beim Wandern und eben auch so wenig wie möglich die Wildtiere zu stören und halt zum Beispiel einfach auf Wegen zu bleiben, wenn es denn welche gibt.
Sarah Stangl (33:59.647)
Ja, ruhig bleiben. Das Tier will genauso wenig den Konflikt wie wir auch. denke. Ja. Ja, okay, jetzt fertig mit dem. Jetzt möchte ich noch mal eines rauspicken von dir, was ich hier habe. Und zwar sehe ich hier, dass du offenbar so bisschen die Tendenz hast, vom Weg abzukommen. Was passiert denn da? Was ist da los, Yvonne?
Yvonne (34:08.782)
Hm.
Yvonne (34:26.606)
Ja, ich steh regelmäßig im Wald. Es kommt schon häufiger mal vor. Es betrifft tatsächlich häufig den privaten Bereich mit einer Freundin. da, wenn mir das manchmal passiert alleine oder so, dann schieb ich immer ein Foto und sag, ich versteh das gar nicht, wie das schon wieder passieren konnte. Und es passiert auch wirklich häufig dann, wenn man denkt, man will irgendwie eine Abkürzung nehmen. Das ist halt auch nie so richtig klug, egal ob jetzt also entweder im Allgäu irgendwo. Das sind jetzt nicht unbedingt die höchsten Berge, aber da irgendwie durch den Wald.
Weil Wetter ist schlecht, weil der Hund nicht mehr kann. Das war, glaube ich, dem einen Fall sogar so, dass ich gemerkt habe, Coey packt den Weg drumrum nicht mehr. Aber wir gehen hier mal so quer durch. Das sieht nach so einer alten Forststraße oder so aus. War das bestimmt auch am Anfang. War es aber dann irgendwo mittendrin nicht mehr. Und dann stehst du so im Unterholz irgendwie brusthoch im Zweifel und stehst halt wirklich mitten im Wald. Aber so ein...
Sarah Stangl (35:16.799)
Hm.
Yvonne (35:17.902)
wo du dann auch nicht so genau weißt, ob du jetzt wieder 20 Minuten rückwärts in die eine Richtung laufen willst, mit einem Tier, das nicht mehr kann, oder halt einfach, dich versuchst, da weiter irgendwie durchzuschlagen. Also das ist mir im Eiger schon passiert, das ist mir mit einer Freundin hier auch schon passiert. Auch da in so einer Konstellation, wo man es bisher wissen können, also immer im Privaten, wo dann der Weg irgendwie gesperrt war, und dann haben wir uns das angeguckt, und dann lagen so zwei, drei Bäume drüber. Da war halt kurz vorher hier mal Sturm. Da denkste, na ja.
Wir haben uns das angeguckt, ich bin vorgegangen mit Coby, weil sie hatte noch eine Senioroma, die noch älter war als er. Wir gesagt, das schaffen wir, da kommen die Hunde locker drüber. Das hat auch gut funktioniert, solange man diesen Weg sehen konnte. Blöd war es irgendwann hinter einer Kurve. Da wir dann schon die Hälfte der Strecke, die wir eigentlich gehen wollten. Und dann wurde das so richtige Urwald. Also auch da ein gefälter Baum nach dem anderen, wahnsinnig viel Gestrüppgebüsch.
Sarah Stangl (36:06.335)
Mmh.
Yvonne (36:11.838)
teilweise auch abgebrochene Äste und Stämme, sodass man auch gucken muss, dass die Hunde sich nicht verletzen. Dann haben wir da teilweise die Hunde drübergehoben, selber versucht irgendwie und nach jeder Kurve gedacht, das war's jetzt hoffentlich und ab jetzt geht der Weg wieder weiter. Also der war da schon mal der Weg. Und in jeder Kurve wurde es eigentlich nur schlimmer und sie und ich am Schluss völlig genervt, weil du, es war Gott sei Dank noch nicht Sommer, weil sonst hast du ja mit dem ganzen Unterholz noch, also ich hab dann auch noch Themen mit Spinnen und Zecken und sowas, brauch ich alles nicht.
Sarah Stangl (36:38.687)
Ja.
Yvonne (36:40.728)
Und dann schlagen wir uns da irgendwie durch und das Lustige bei der Geschichte ist eigentlich am Schluss gewesen. Die Hunde hatten mega den Spaß ihres Lebens. Das war für die Spaziergang auf der Lifetime. Coby hüpft gerne überall drauf und drunter. Einer von ihren beiden Hunden ist jagdlich ambitioniert. Der fand es natürlich richtig geil, endlich mal nicht auf dem Weg laufen zu müssen, sondern die Nase schön in jedes Gebüsch und in jedes Unterholz reinstecken zu können. Also die Hunde sind da rausgekommen, als wir irgendwie dieses Wegente dann erreicht hatten.
Sarah Stangl (36:46.816)
Haha, sehr gut!
Yvonne (37:07.07)
Alle megagute Laune, das hast du denen richtig angemerkt. Die waren auch stolz auf sich, weil wir zusammen, das ist ja auch immer schön, man zusammen was macht, das hat man schon gemerkt, dass die es cool fanden, uns da irgendwo drüber zu müssen. Natürlich wurde zwischendurch belohnt, wenn sie sich langsam steuern lassen und so. Die waren alle megagut drauf. Linda und ich, waren beide so, boah.
Sarah Stangl (37:09.631)
Hahahaha
Yvonne (37:26.37)
Nee, also das nie wieder. Wenn zukünftig beim nächsten Schild was irgendwo steht, wo steht, der Weg ist gesperrt, dann gehen wir halt drum rum oder in dem Fall hätten wir die Wanderung nicht machen können, weil das wäre so ein Riesenumweg gewesen, dass Coby das nicht geschafft hätte. Ja, das ist mir auch beim Shooting schon mal passiert, da muss ich aber auch sagen, nicht geplant. Also die Tour plane ich eigentlich in der Regel schon so, dass die Wege passen. Da sind wir aber absichtlich vom Weg runter, weil wir Hundebegegnungen hatten auf dem Weg und
die Hündin sehr reaktiv waren, das nicht gut konnte. Und haben uns dann entschieden, so einen großen Bogen durch den Wald zu laufen. Das ging auch irgendwie recht flott von, sieht gut aus, können wir machen zu, jetzt stehen wir hier irgendwo und es ist nicht mehr so gut und es ist viel dickericht. Aber die hat es mit total viel Humor genommen. Also wir hatten mega den Spaß, uns dann da durchzuschlagen. Und ich meine, es ist auch ein Abenteuer. Also wer ein Abenteuer-Shooting bucht, kriegt auch Abenteuer, wenn er es haben will. Aber es ist schon, es passiert mir häufiger.
Sarah Stangl (38:14.399)
Mhm.
Yvonne (38:22.186)
Also bestimmt zweimal im Jahr, dass ich dann so plötzlich irgendwo stehe, wo ich denke, wieso bin ich, wie bin ich hier schon wieder gelandet? Wie kann das eigentlich sein?
Sarah Stangl (38:30.617)
bin mir gar nicht so sicher, das eine Empfehlung ist oder nicht. Empfehlung ja, puncto, Abenteuer, Spaziergang, den Hunden macht Spaß. Oder ist es eher nicht so die Empfehlung, weil man dann fix und fertig wieder rauskommt und vielleicht doch besser zurückgehen hätte sollen, auch wenn es im ersten Moment so bisschen war, jetzt bin ich schon so weit gekommen und jetzt habe ich keinen Bock mehr zurückzugehen.
Yvonne (38:41.429)
He!
Yvonne (38:50.51)
Hm, ja, also ... Also, gerade bei dieser umgefällten Baumgeschichte, da wär mein Learning schon beim nächsten Mal es nicht so drauf anzulegen, sondern zu sagen, komm, dann treib man um. wir waren irgendwann zu weit, um noch umzudrehen. Wir hatten immer die Hoffnung, es wird gleich besser. Aber es wurde halt nicht besser. ... Ja, wenn man einen jungen, fitten Hund hat, und es ist einem selber egal, dann sollte man vielleicht rumlaufen und den weiteren Weg nehmen. Oder sich gleich eine ganz andere Route suchen, die halt
Sarah Stangl (39:06.367)
Hm.
Yvonne (39:20.951)
besser aussieht.
Sarah Stangl (39:21.855)
Ja, ja.
Yvonne
Ja, so geht das, wenn man unterwegs ist. Ich finde, das ist ja auch immer so ein bisschen ... Na ja, wenn man halt neue Gegenden auskundschaftet oder auch mal was anderes sehen will, dann kann das vorkommen. Natürlich immer mit Blick auf, dass es nicht wirklich gefährlich ist. Und ich würde sagen, Sarah, du und ich, wenn wir Shootings haben, um noch mal den Bogen zu spannen, auch so bisschen weg vom Privaten ...
Yvonne (40:23.158)
Und ich würde sagen, Sarah, du und ich, wenn wir Shootings haben, um noch mal den Bogen zu spannen, auch so bisschen weg vom Privaten ...Dann bereiten wir uns entsprechend gut vor. Entweder werden die Locations und Touren vorher abgegangen, man kennt die Wanderung oder die Route. Man guckt sich das vorher alles an. Man plant mit Zeit und Stops und genug Pausen und so. Das, finde ich, gehört einfach dazu, wenn man so Wanderungen anbietet. Und trotzdem kann es einfach sein, weil wir sind nur Menschen und die Natur ist, wie sie ist. Nur weil es gestern so aussah, muss es morgen nicht identisch aussehen, dass halt Dinge passieren.
logischerweise, die man eben nicht vorhersehen konnte oder die dann einfach nicht laufen wie geplant. Hier die Schneehühner, auch so ein schönes Beispiel. Insofern bleibt einem dann ja nichts anderes als den Plan anzupassen, den man sich vorher gemacht hat. Wenn es möglich ist, eine Alternative zu suchen, wenn es riskant ist, umzudrehen, würde ich schon sagen. Also auch das gehört ja dazu, wenn man Verantwortung hat. Und die haben wir für euch, wenn ihr mit uns unterwegs seid. Wenn wir wirklich sagen, wir müssen umdrehen oder abbrechen, dann hat das
und dann ist das wahrscheinlich auch die kluge Entscheidung, zu tun. Ist aber noch nie vorgekommen. Und insofern das Ganze mit Humor zu nehmen. Und Zweifel, dann halt mal kurz im Wald zu stehen, sich einmal zu schütteln, würde man beim Hund sagen, und dann einen neuen Weg zu suchen. Und weiter geht's.
Ja, wir hoffen, dir hat der kleine Einblick hier gefallen in unseren Alltag und vor allem auch in die nicht so ganz perfekte Instagram-Welt. du, wenn das so ist, dann gib gerne mal Feedback, wenn du mehr von solchen Inhalten irgendwie auch mitbekommen möchtest und nicht nur die coolen Wandereise-Outdoor-Abenteuer, dann können wir das sicherlich mal wieder einstreuen. Und dann vielen Dank fürs Zuhören. Lass uns gerne auch einen Kommentar da, Like, abonnier den Podcast, wenn du es noch nicht getan hast, damit du keine Folge verpasst.
Und dann sehen wir uns oder hören uns in der nächsten Folge wieder. Macht's gut!
Sarah Stangl (42:11.18)
Tschüssi, ciao!